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Limpurger  Züchter treffen sich zur Mitgliederversammlung - Rekordteilnahme

Ein Zugtier der besonderen Klasse, der "Ess-Klasse"

 

Fast ein Drittel mehr Besucher als in den Vorjahren kamen am 01. Februar  2014 zur Mitgliederversammlung nach Schechingen / Ostalbkreis. Im Ochsensaal rückten alle zusammen, so bekam jeder noch einen Sitzplatz.

Ein Tagesordnungspunkt zog manchen an,  der heuer zum ersten Mal kam: Eintragung des "Weideochse vom Limpurger Rind g.U." und die weitere Entwicklung. Dieser Punkt nahm denn auch viel Raum ein. Die Entwicklung des Projektes Weideochse seit dem Jahre 2000 bis zur Eintragung als geschützte Ursprungsbezeichnung durch die EU-Kommission wurde ausführlich dargestellt und lebhaft diskutiert.

 

 

 

Der Jahresrückblick, angefangen bei der Slow Food Messe in Stuttgart über die Tage der Region in Schwäbisch Gmünd bis zur Jungviehprämierung im September 2013, wurde im Eilgang abgearbeitet. Rasch erledigt waren auch die weiteren Regularien und der Ausblick auf das Jahr 2014. Der Höhepunkt ist sicher die Rasseschau Limpurger  Rind am 21.06.2014 in Schechingen auf dem schmucken Marktplatz. Mit aktuell 511 Kühen im Herdbuch setzt sich die positive Bestandsentwicklung der letzten Jahre fort. Bei den Kühen unter Milchleistungsprüfung werden seit Jahren um die 100 Kühe gezählt, dagegen steigt die Zahl an Mutterkühen kontinuierlich auf nunmehr 410 Kühe.

Für 25 jährige Mitgliedschaft wurde Dr. Hagen Nowottny, Rolf Friedel und Gerhard Walter geehrt. Eine Plakette für Dauerleistungskühe erhielten Bernhard Barth, Abtsgmünd-Bronnen und Jürgen Holl, Heuchlingen - Riedhof.

 

Georg Häckel, Vorsitzender der Rinderunion Baden-Württemberg überreicht Bernhard Barth und Jürgen Holl die Plakette für ihre Dauerleistungskühe.

 

Die Vorstellung der Schutzgemeinschaft Weideochse vom Limpurger Rind g. U. und dessen Bedeutung für das Limpurger Rind im Allgemeinen, beanspruchte danach den weitaus größten Teil der Veranstaltung.

 

Ein ganz großartiger Erfolg für die Züchter, Halter und Liebhaber des Limpurger Rindes war es, als ihr Zugtier „Weideochse vom Limpurger Rind“ am 24. September 2013 als Marke des geschützten Ursprungs von der Europäischen Union anerkannt wurde. Dies gilt als Krönung einer jahrelangen, arbeitsintensiven Entwicklung des Produktes durch die Züchter. Am 07. Oktober 2013 wurde der Weideochse vom Limpurger Rind g.U. durch Landwirtschaftsminister Alexander Bonde feierlich in die Genießergalerie des Landes Baden-Württemberg aufgenommen. Mit der Marke des geschützten Ursprungs schafft die Züchtervereinigung eine dauerhafte Grundlage zur Absicherung der Erhaltungszucht.

 

Die konsequente Umsetzung als Marke geschützten Ursprungs führte am 17.12.2013 zur Gründung der dafür notwendigen Schutzgemeinschaft. Die Schutzgemeinschaft „Weideochse vom Limpurger Rind g.U.“ ist eingebettet in der Züchtervereinigung Limpurger Rind e.V.. Als Plattform für alle Züchter, Halter und Vermarkter des Weideochsen vom Limpurger Rind g.U. regelt sie die Eignung der Tiere und Halter, sowie die Zertifizierung und Kontrolle der Mitgliedsbetriebe und die Sicherung und fortlaufende Verbesserung der außerordentlichen Qualität.

 

Ein ganz besonderes Augenmerk wird dabei auf die Reinrassigkeit der Tiere gerichtet – zugelassen sind nur von der Abstammung her herdbuchfähige, reinrassige Limpurger. Sie können zur Aufzucht als „Weideochse vom Limpurger Rind g.U.“ eingesetzt werden.

Die dadurch entstehende Nachfrage nach reinrassigen, männlichen Nachkommen unterstreicht die Daseinsberechtigung der weiblichen Muttertiere und erhöht die Attraktivität der Rasse als solches. Die kontinuierlich steigende Zahl der weiblichen Herdbuchtiere ist der schlagkräftige Beweis dafür, dass ein handfester realer Nutzen und die damit verbundene Steigerung der Tierzahlen insgesamt den hohen Aufwand rechtfertigen. Der dabei geprägte Slogan: „Erhalt der Rasse durch Aufessen“ gewinnt dabei eine ganz besondere Bedeutung.

 

Der Weideochse vom Limpurger Rind gilt schon seit geraumer Zeit als Geheimtipp für Kenner und Genießer außergewöhnlicher Genüsse unserer heimischen Landwirtschaft in der Region. Als Zugtier in der Landwirtschaft vergangener Tage, wird der Weideochse vom Limpurger Rind g.U. damit zum Marketing - Zugtier seiner Rasse und Wegbereiter zu größerer Bekanntheit in der heutigen Zeit.

 

Durch die Anerkennung als Marke geschützten Ursprungs für den Weideochsen verschafft sich die Limpurger Züchtervereinigung im Kampf um öffentliche Anerkennung und um einen festen Platz in Küche und Gastronomie nicht nur sich selbst eine hervorragende Ausgansposition am Markt. Gerade durch diese g.U. Bezeichnung verhilft sie einer ganzen (sehr präzise definierten) Region zu weiterer Bekanntheit und den damit verbundenen Marketingmöglichkeiten.

Jeder in dieser Region ansässige Halter oder Züchter von reinrassigen Limpurger Tieren kann sich mit einer Mitgliedschaft in der Schutzgemeinschaft Weideochse vom Limpurger Rind g.U. an dieser einzigartigen Entwicklung beteiligen.

 

Bei allen Fragen rund um den „Weideochse vom Limpurger Rind g.U.“ (z.B. Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Tieren) hilft die Züchtervereinigung Limpurger Rind e.V., sowie die Schutzgemeinschaft Weideochse vom Limpurger Rind g.U. gerne weiter. Näheres siehe unter www.limpurger-rind.de , bei Werner Ehmann Vorsitzender Züchtervereinigung Limpurger Rind e.V. Tel. 07945 – 2584 und Frau Anita Wild-Scholz Geschäftsführerin der Schutzgemeinschaft Weideochse vom Limpurger Rind g.U. Tel: 07974 - 396

 

Elke und Harald Glasbrenner, Schwäbisch Hall - Tüngental

 

 

 

Projekt Weideochse

Newsflash

Die nächsten Veranstaltungen

20. bis 23.04.2017:

 

Slow Food Messe in Stuttgart, Neue Messe

 

 

 

Samstag, 24. Juni 2017:

 

Landes-Rasseschau Limpurger Rind auf dem Marktplatz in Schechingen / Ostalbkreis 

 

 

Sonntag, 25. Juni 2017:

Schautag bedrohte Haustierrassen im Freilandmuseum SHA - Wackershofen